Blick in die Große Straße in Ahrensburg (Foto: Ahrensburg-Portal)

Wachsender Müll-Ärger in der Ahrensburger City

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Morgens um fünf ist die Welt in Ahrensburg noch in Ordnung. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben die Ahrensburger Innenstadt vom Müll des Vortags gesäubert. Doch bereits im Laufe des Vormittags säumen erneut Pappbecher, zerknüllte Taschentücher, Zigarettenkippen, Masken und anderes achtlos Weggeworfenes die Fußwege und Plätze in der Stadt.Leere Jägermeisterflaschenwerden in den Blumenkästen in der Klaus-Groth-Straßegelegt, obwohl keine zwei Meter weiter ein Abfalleimer bereitsteht.

Es ist Frühling, der kleine Schmutzfink ist aus der Wintermüdigkeit erwacht und hinterlässt seine Spuren, wo er geht und steht. Der Müll in den Städten, auch in Stormarn, ist ein wachsendes Problem.

„Leider müssen wir feststellen, dass der achtlose Umgang mit Abfall zunimmt“, berichtet Sieglinde Thies, die für die Sauberkeit zuständige Mitarbeiterin des städtischen Bauhofs. Sogar den eigenen Hausmüll würden manche Bürger von zuhause in die Stadt mitbringen und ihn dort in den öffentlichen Müllbehältern oder gar neben einem Altglas- oder Altkleidercontainer entsorgen.

Ahrensburg: Müll in der Großen Straße (Foto: Stadt Ahrensburg)

Sie sagt: „„Manche Bereiche bleiben nur kurzfristig sauber. Das Verantwortungsbewusstsein einiger weniger Menschen ist übersichtlich. Im Allgemeinen sieht die Stadt nicht schlimm aus, aberin den letzten zwei bis drei Jahren haben sich die Kosten für die Entsorgung mehr als verdoppelt, eher verdreifacht“, sagt die Bauhof-Leiterin.

Ballot Bins gegen den Müll im Stadtbild?

Auch Ahrensburgs Citymanager Christian Behrendt ist nicht erfreut über den Müll in der Stadtmitte: „Beim Müll-Problem ausschließlich auf die Mitarbeiter des Bauhofs zu verweisen, ist zu kurz gesprungen. Es ist nicht die primäre Aufgabe der Bauhof-Mitarbeiter, den ganzen Tag Müll einzusammeln.Es sollte jedem am Herzen liegen, dass seine Heimatstadt sauber bleibt.“

Zusammen mit Klimaschutzmanager Roman Immoor möchte er auch etwas gegen Zigarettenstummel tun, denn die achtlos weggeworfenen Kippen enthalten verschiedene Gifte, die schädlich für die Umwelt sind. Immoors Idee sind sogenannte „Kippster“ und „Ballot Bins“. Ballot Bins sind eine Kombination aus Aschenbecher und Umfragebox. Die Standorte befinden sich an Stellen, die häufig durch achtlos weggeschnippte Zigarettenkippen verunreinigt werden, zum Beispiel vor Bahnhöfen, an Bushaltestellen oder in Einkaufsstraßen. Erfahrungen damit gibt es z.B. in Berlin.

Ballot Bin (Foto: Berliner Stadtreinigung )

Immoor: „Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Startphase. Es könnte bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden. Behrendt ergänzt: „Ich wünsche mir, dass die Menschen ihren Müll und ihre Kippen künftig in den dafür vorgesehenen Müllbehältern entsorgen und so mithelfen, dass ihre Heimatstadt sauberer wird. Das würde mich persönlich sehr freuen.“

Text: Stadt Ahrensburg / Redaktion, Fotos: Ahrensburg-Portal, Stadt Ahrensburg, Berliner Stadtreinigung

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