Wald im Herbst: Der Forst Hagen in Ahrensburg (Foto: Ahrensburg-Portal)

Der Bund stellt im Rahmen des Konjunkturpakets insgesamt 700 Millionen Euro für Waldhilfen zur Verfügung

Hierzu erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer: „Der Klimawandel setzt auch den Wäldern zu. Längere Hitze- und Dürreperioden aber auch Schädlinge, wie etwa der Borkenkäfer, haben bundesweit zu enormen Schäden geführt. Dem trägt das Konjunkturpaket des Bundes Rechnung. Vor dem Hintergrund klimawandelbedingter Umweltveränderungen gilt es verstärkt für den Schutz und den Erhalt unserer Wälder einzutreten. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung soll die vielfältigen Funktionen des Waldes erhalten und sicherstellen.“

Die Waldhilfen basieren auf drei Säulen: Einer Prämie zum Erhalt und zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder, Investitions- und Förderprogrammen.

Mit 500 Millionen Euro wird der Bund nachhaltige Forstwirtschaft fördern. Das seit 20. November 2020 gestartete Programm richtet sich an private und kommunale Forstbetriebe, die eine Prämie pro Hektar beantragen können. Waldeigentümer können www.bundeswaldpraemie.de einen Antrag bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe stellen.

Mit dem 50 Millionen-starken „Investitionsprogramm Wald“ wird den Forstbetrieben und forstlichen Dienstleistungsunternehmen ab dem 1. November durch Investitionszuschüsse der Zugang zu moderner Technik und IT-Unterstützung erleichtert. Es werden bis zu 40 Prozent Zuschüsse für Investitionen in IT-Ausstattungen und digitale Anwendungen, Technik zur Holzernte und -bearbeitung, zur mobilen Rundholzvermessung, Investitionen in moderne Arbeitssicherheit oder auch in Gebäude gewährt. Konkrete Informationen finden sich auf der Seite der Rentenbank unter:  https://www.rentenbank.de/foerderangebote/bundesprogramme/waldwirtschaft

Das Investitionsprogramm „Holz” mit ebenfalls rund 50 Millionen Euro richtet sich an die Holzwirtschaft.

Ergänzend zu diesen Programmen wird es eine Richtlinie zur Förderung des klimafreundlichen Bauens mit Holz geben. Hierfür stehen insgesamt bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung. Die Richtlinie befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung und soll von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe als Projektträger umgesetzt werden.

Text: Nina Scheer / Foto: Ahrensburg-Portal