Radau (Foto: Radau)

Seit über 40 Jahren ist der Kulturring eine feste Institution in Großhansdorf

Der neue Vorstand will mehr Angebote für Kinder und Jugendliche schaffen

Anzeige

„Die Gemeinde hat sich durch den Zuzug junger Familien verändert“, sagt Gerti Kalisch, erste Vorsitzende des Vereins. „Während es früher nur ein Weihnachtsmärchen gegeben hat, wollen wir uns mit dem neuen Programm auf diesen Wandel einstellen.“ Um Jung und Alt eine besonders gute Auswahl präsentieren zu können, legen sich die fünf Damen im Vorstand mächtig ins Zeug. Aus Katalogen, durch persönliche Bewerbungen von Einzelkünstlern und von der Theatermesse in Bielefeld nehmen sie Anregungen für ihre Auswahl mit. Ein Konzept, welches gut ankomme: „Im Gegensatz zu anderen Orten ist das Publikum in Großhansdorf geradezu verrückt nach Theater“, sagt Kalisch. „Die Nachfrage ist mehr als groß.“

Das Publikum sei elementar. Um möglichst viele Menschen zufriedenzustellen, versuche der Kulturring, sich abwechslungsreich aufzustellen und das Ohr am Volk zu haben. „Nach den Stücken sprechen wir gerne mit den Theaterbesuchern über ihren Eindruck“, sagt Kalisch. „Dadurch bekommen wir ein gutes Gefühl dafür, was die Großhansdorfer lieben.“ Um noch mehr Theaterfreunden die Möglichkeit zu geben, in den Kulturgenuss zu kommen, will der Kulturring die bestehenden Theater-Abos langsam auslaufen lassen. Zwar würden keine Kunden gekündigt, aber auch keine neuen aufgenommen. „Wir können nie abschätzen, wer kommt und wann gute Plätze freibleiben“, sagt Kalisch. „Für Abo-Vorführungen war es bisher fast unmöglich, an Karten zu kommen.“

Der Vorverkauf für eine besondere Theaterproduktion startet am 9. Dezember. Das Schauspiel „Heilig Abend“ von Daniel Kehlmann setzt sich mit dem Thema Terrorbedrohung und der Rolle des Staates auseinander. Welche Mittel darf ein Staat einsetzen um Menschenleben zu schützen? Und welche bürgerlichen Grundrechte dürfen im Namen der allgemeinen Sicherheit einschränkt oder sogar außer Kraft gesetzt werden. In dem Zweipersonenstück hat der ein Verhörspezialist genau 90 Minuten Zeit, um einer Frau Informationen über einen möglichen Terroranschlag um Mitternacht zu entlocken. Während ihr Ex-Mann im Nebenraum verhört wird, setzt er alles daran, die Frau aus der Reserve zu locken. Ein Psychospiel auf Zeit beginnt.

Das Publikum hat die Möglichkeit am 11. Januar 2020 um 19.15 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Großhansdorf, unmittelbar neben dem Waldreitersaal, an dieser Einführung teilzunehmen. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr.

Das weitere Programm:
15. Februar, 15 Uhr, „Radau“ ein Rockkonzert für Kinder
21. Februar, 20 Uhr, „Noch´n Gedicht“, die bewegte Lebensgeschichte von Heinz Erhardt
21. März, 20 Uhr, Komödie am Kurfürstendamm mit „Die Tanzstunde“
4. April, 20 Uhr, Thriller „Ein Deal nach Hitchcock“
24. April, 20 Uhr, „Buddy forever“, ein Abend voll echtem Rock´n´Roll und jeder Menge Spaß

Text: Melissa Jahn, Foto: Raudau

Anzeige