Schultüten (Foto: Skyler H., Pixabaqy)

Schulanfang: in Schleswig-Holstein ist es ab dem 10.08.2020 soweit

Viele Eltern bereiten sich zurzeit mit ihren Kindern auf den Tag der Einschulung vor. Nicht alles wird ablaufen wie gewohnt. Ein Stück Normalität bringt die traditionelle Schultüte. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, mit welchem Inhalt man viel Freude bereitet und worauf verzichtet werden sollte.

Bunter Begleiter am ersten Schultag
Was allerdings bleibt, ist die Freude auf die Schultüte. Kleine Aufmerksamkeiten wie z. B. ein Rätselheft, Stempel und Stifte, eine schöne Trinkflasche oder ein Glücksbringer machen sie zu etwas ganz Besonderem. Wer dabei auf nachhaltige Produkte setzt, kann sich z. B. am Umweltzeichen „Blauer Engel“ orientieren. „Selbstgemachtes wie Vollkornwaffeln oder Nussecken begeistern die meisten Naschkatzen und -kater. Gekaufte Süßigkeiten oder verpackte Schokobrötchen enthalten im Vergleich meist viel mehr Zucker oder Fett. Dabei ist eine ausgewogene Ernährung besonders in der Schule wichtig“, so Selvihan Benda.

Unnötig: Nahrungsergänzungsmittel
Gut gemeint, aber überflüssig und teuer sind Nahrungsergänzungsmittel für Kinder. Entgegen dem Eindruck, sie fördern die Konzentration und stärken Abwehrkräfte, können sie sogar schädlich sein. Ein Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigte, dass sie deutlich mehr Vitamine und Mineralstoffe enthalten können als die Deutsche Gesellschaft für Ernährung für 4- bis 7-Jährige empfiehlt.

Die Brotdose kann bunt und kreativ gefüllt werden
Ein belegtes Vollkornbrot mit Gemüsesticks, wechselnden Obstsorten und Nüssen ist ein gesunder Pausensnack, der lange satt macht. „Wichtig für die Gesundheit und Konzentration ist auch das Trinken. Am besten geeignet sind Leitungswasser und ungesüßter Tee oder selbst gemachte Schorlen. Säfte im kleinen Tetrapack unnötig Müll und enthalten viel Zucker.

Schulmaterial als Werbefreie Zone
Produkt- oder Markenwerbung darf keinen Platz im Bildungsbereich haben. Hersteller von Süßigkeiten, Fruchtjoghurts und anderen zuckerhaltigen Produkten bieten z. B. kostenfreie Stundenpläne inklusive Logo, Slogan und Werbefiguren zum Ausdrucken an. „Gratis zum Ausdrucken bedeutet aber auch: Gratis Werbung für die Marke – und das täglich im Blick der Schulkinder. So schafft es die Werbung auf Umwegen in die Klassenzimmer“, so Selvihan Benda.

Text: Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein / Redaktion, Foto: Skyler H. auf Pixabay