Sorgen für strahlende Kinderaugen: Antje Karstens (Stadtforum) und Ulrike Reichle, Leitung Hort am Schloss

Seit über zwölf Jahren engagiert sich der Verein der Ahrensburger Kaufleute dafür, Kindern aus sozial schwachen Familien Wünsche zu Weihnachten zu erfüllen. In diesem Jahr verzeichnet das Stadtforum einen neuen Rekord.

Bereits nach den Sommerferien fällt der Startschuss für diese besondere Aktion. Wenig später beginnen dann die Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren, ihre Wunschzettel zu schreiben und zu malen. „Wir haben auch vereinzelt Teenager dabei“, sagt Antje Karstens vom Stadtforum. „Das sind Geschwisterkinder, die nicht allein leer ausgehen sollen.“ Ferngesteuertes Spielzeug und Walkie-Talkies stehen ganz oben auf der Wunschliste der Kinder, aber auch klassische Spielsachen von Lego oder Playmobil. Wie jedes Jahr ist auch Kleidung gefragt, Sportsachen oder blinkende Schuhe.


Oft wissen die Einrichtungen, wo Geschenke unter dem Tannenbaum rar sein könnten. Damit die Anonymität der Familien trotzdem gewahrt wird, werden die Wunschzettel mit einem Code versehen. Helfer sortieren und verteilen die Wunschzettel an die zwölf teilnehmenden Geschäfte von der Apotheke bis zur Kneipe und sorgen für den reibungslosen Ablauf, damit kein abgegebener Wunsch unerfüllt bleibt. Jeder, der gerne Weihnachtsmann spielen möchte, kann den Zettel abholen, auf dem auch das Geschlecht und Alter des Kindes vermerkt ist. Außerdem wird darauf geachtet, dass der Wert des Wunsches bei ungefähr 20 Euro liegt. „Damit sich die Leute unter den Wünschen etwas vorstellen können, schneiden wir auch mal kleine Bilder aus Katalogen aus“, sagt Ulrike Reichle, Leitung Hort am Schloss. „Manchmal werden auch Wünsche umgetauscht, aber meist finden wir für alles eine Lösung.“


Fertig verpackt kommen die Geschenke schließlich wieder bei den Geschäften an. Von da aus werden sie Anfang Dezember eingesammelt und in den Hort am Schloss gebracht. Erzieherinnen suchen anhand der Codenummern „ihre“ Pakete heraus, die sie bis Heiligabend persönlich an die Familien weitergeben. „Eltern können bei unserer Aktion selbst entscheiden, wie sie die Geschenke den Kindern weitergeben“, sagt Reichle. „Wenn die Päckchen unter dem Baum liegt, haben die Kinder das Gefühl, es kommt direkt vom Weihnachtsmann.“ Obwohl in diesem Jahr nach einem zweiten Aufruf mehr Spender als Beschenkte zusammengekommen sind, seien die Kapazitäten nun an ihre Grenze gekommen. Mehr Päckchen könnten logistisch nicht mehr bewegt werden. „In jedem Jahr sind neue Päckchen dazugekommen“, sagt Karstens. „Mit 456 Geschenken haben wir unseren persönlichen Rekord erreicht.“

 

Text und Bilder: Melissa Jahn (mej)