Der Neubau des Moorwanderweges stellte die Stadt Ahrensburg vor eine große Herausforderung. Nun, nach gut sechs Monaten, konnte die Brücke offizielle eröffnet werden. Sowohl das Budget, als auch das enge Zeitfenster für den Bau wurde eingehalten.
50 Jahre lang hat die alte Brücke über den Hopfenbach gehalten. Immer wieder wurde eine Schicht angebaut und der Weg verlängert. Ende 2017 fasste die Politik schließlich den Beschluss, eine neue Brücke durch das Ahrensburger Naturschutzgebiet zu bauen, welches als reiches Habitat für Flora und Fauna gilt. Die Ringelnatter ist hier zu Hause, ebenso der Moorfrosch oder der so genannte Kammmolch, der den Namen seinem dinosaurierähnlichen Aussehen verdankt. Doch genau diese schützenwerte Natur ist es, die den Bau einer Wanderbrücke erschwert. Pfähle in den moorastigen Boden zu bringen ist schier unmöglich, enge Zeitraster von Mitte August bis Ende Februar müssen eingehalten werden, um weder die Wanderung der Amphibien, noch die Brut der Vögel zu stören.

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Der Moorwanderweg führt durch ein reiches Habitat für Flora und Fauna.

Vor eineinhalb Jahren begann die Planung des 925.000 Euro teuren Baus. Rund die Hälfte der Kosten trägt die Stadt, 457.000 Euro werden aus dem Landesprogramm Wirtschaft mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bezuschusst.
Zu Beginn gingen die Architekten noch davon aus, die alten Brückenelemente mit einem Amphibienfahrzeug abreißen zu müssen. Doch der heiße Sommer hatte in diesem Fall etwas Gutes – das Moor war so trocken, dass die Bauarbeiten in Wathosen erfolgen konnten. 76 Schwimmsegmente wurden insgesamt verlegt, die die 420 Meter lange und 1,60 Meter breite Brücke tragen. Und zwar so, dass sowohl wasserreiche als auch trockene Phasen ohne Probleme ausgeglichen werden können. „Wir mussten darauf achten, dass die Elemente am Ende nicht zu kurz sind“, sagt Hauke Schmidt, Stadt Ahrensburg. „Hier haben wir zwei Elemente mit einer Baulänge von sechs Metern installiert, um extreme Steigungen im Brückenverlauf zu vermeiden.“

Übernahmen die Bauplanung: Peter Fenske und Matthias Beuck.

Die neue Brücke besteht ebenfalls aus unbehandelter Eiche und soll 50 Jahre halten. Die Stadt plant, die ersten Bohlen bereits in zehn Jahren zu erneuern. In den kommenden Monaten werden Informationstafeln zu Natur, Landschaft und Geschichte aufgestellt.
„Dieses Projekt ist nicht nur für die Stadt sondern bundesweit etwas ganz Besonders“, sagt Bürgermeister Michael Sarach. „Wir können so etwas in Ahrensburg.“

Der Ahrensburger Moorwanderweg ist eröffnet
Der Ahrensburger Moorwanderweg ist eröffnet

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