Thomas-Buhck (Foto: IHK, Guido-Kollmeier)

Die Wirtschaft in Schleswig-Holstein findet auch im dritten Quartal 2026 nicht zurück auf einen nachhaltigen Wachstumspfad.

Anzeige

Der Konjunkturklimaindex der IHK Schleswig-Holstein verharrt auf niedrigem Niveau und sinkt gegenüber dem Vorquartal leicht von 90,6 auf 87,0 Punkte. Damit liegt er weiterhin deutlich unter seinem langjährigen Durchschnitt von 106 Punkten. Die aktuelle Geschäftslage bleibt angespannt, zugleich haben sich die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate erneut eingetrübt.

„Die leichte Aufhellung des Vorquartals hat sich leider nicht verstetigt“, sagt Thomas Buhck, Präsident der IHK Schleswig-Holstein. „Die Unternehmen leiden weiterhin unter einer schwachen Nachfrage, hohen Kosten und unzureichenden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Von einer nachhaltigen Erholung kann deshalb noch keine Rede sein.“

Die Geschäftslage wird von den Unternehmen überwiegend als befriedigend bewertet. Allerdings rechnen nur noch 13 Prozent der Betriebe mit einer günstigeren Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten, während rund 35 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. Besonders deutlich haben sich die Exporterwartungen eingetrübt. Nur 16 Prozent der exportierenden Unternehmen erwarten steigende Ausfuhren, 32 Prozent gehen von einem Rückgang aus.

Auch die Unternehmenspläne bleiben zurückhaltend

Zwar zeigen sich die Investitionsabsichten leicht verbessert, insgesamt dominieren jedoch weiterhin vorsichtige Entscheidungen. Die Mehrheit der Betriebe geht von sinkenden Beschäftigtenzahlen aus.

Die Risikowahrnehmung der Unternehmen bleibt auf einem sehr hohen Niveau. Am häufigsten werden die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (66 Prozent) und die Energie- und Rohstoffpreise (66 Prozent) als Geschäftsrisiken genannt. Mit 59 Prozent erreichen zudem die Arbeitskosten einen Höchststand der Zeitreihe. Auch das Finanzierungsrisiko fällt stärker ins Gewicht.

„Die Wirtschaft braucht jetzt spürbare Entlastungen bei Kosten und Bürokratie sowie verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen“, so Buhck. „Nur so können Wachstumskräfte gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit auch der Unternehmen Schleswig-Holsteins nachhaltig verbessert werden.“

Text IHK Schleswig-Holstein / Redaktion

Anzeige