Ahrensburg: Protest der Anwohner am Rosenweg (Foto: R Wagner)

Anwohner am Rosenweg fordern schnelle Lösung – Bedarfsampel oder Fußgängerüberweg

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Jeden Morgen das gleiche Bild: Mehrere Eltern stehen am Rosenweg, um ihre Kinder sicher über die Straße zu bringen. Auch wenn sich die Autofahrer an Tempo 50 halten, ist für Kinder eine sichere Überquerung ohne Ampel oder Fußgängerüberweg unmöglich. Eine Zählung im Rosenweg ergab in der halben Stunde von 7:30 bis 8:00 Uhrum die 400 Autos, davon 65 über 50 km/h, und mehr als 60 Fahrradfahrer.

Die Stadt hat bislang nichts unternommen. Die Anwohner des Rosenwegs und Umgebung haben die Stadt mehrfach in Ausschuss-Sitzungen auf diese Gefahrenstelle hingewiesen. Und es wurden auch schon Untersuchungen durchgeführt, aber trotzdem tat sich nichts. Die Anwohner fühlen sich von der Stadt allein gelassen und wollen die Untätigkeit der Stadt nicht länger hinnehmen.

»Es kann nicht sein, dass die Stadt an den wichtigen Stellen, wie der Sicherung der Schulwege für Kinder, spart.« sagt Rebecca Wagner (37), Mutter zweier Kinder (5 und 8 Jahre), die täglich morgens und mittags an der Straße steht, um ihre Kinder sicher über die Straße zu bringen. »Wir brauchen keinen Kreisel mit Kosten von einer halben Million Euro und einer Fertigstellung vielleicht im Jahr 2026/27.“

Wir fordern eine kostengünstigere Lösung einer Querungsmöglichkeit in Form einer Bedarfsampel oder eines Fußgängerüberweges. Und zwar jetzt!“

Der Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Rosenweg / Schimmelmannstraße bzw. Friedensallee mit Baubeginn im Jahr 2025 (!) war die zuletzt von der Stadt favorisierte Lösung. Doch auch daraus wird nichts: Wegen personeller Engpässe müssen einige Projekte verschoben werden und die Stadt hat dem Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Dorfstraße / Teichstraße in Ahrensfelde den Vorrang gegeben.

Um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, protestierten die Anwohner, indem sie ihre Autos mit Plakaten geschmückt erlaubterweise auf der Straße parken. In unmittelbarer Umgebung zum Rosenweg befinden sich fünf Kitas sowie die Grundschule Am Reesenbüttel, das Eric-Kandel-Gymnasium, die Gemeinschaftsschule Am Heimgarten, die Selma-Lagerlöf Gemeinschaftsschule und die Kreisberufsschule. Jedoch beteiligen sich an dem Protest auch ältere Anwohner, die die Straße nicht mehr so schnell überqueren können, wenn sich mal eine Lücke im dichten Verkehr auftut.

Die Anwohner fordern, dass die Stadt sich zeitnah um eine Lösung kümmert: »Es muss hier endlich etwas unternommen werden, bevor etwas Schlimmes passiert!«

Die „Parkaktion“ hat für viel Aufsehen und bei einigen Autofahrern für Ärger gesorgt. Wolfgang Schäfer (FDP-Stadtverordneter), der selbst seit Jahren im Rosenweg wohnt, sagt: „In den vergangenen Jahren sind sehr viele junge Familien mit Kindern in die Umgebung gezogen und wir hoffen, dass die verlorenen Sekunden im Ministau eben nicht verloren sind, sondern zum Nachdenken über das „Weshalb eigentlich“ geführt haben“.

Text: Redaktion / Foto: R. Wagner

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