Fisch Foto: pixabay)

Ein massenhaftes Fischsterben in Großhansdorf hat die Behörden auf den Plan gerufen

Spaziergänger hatten das Rathaus informiert, nachdem sie am Manhagener Teich zahlreiche tote Fische gefunden hatten. Der Bauhof rückte mit Keschern an und fischte die Tiere säckeweise aus dem drei Hektar großen Gewässer.

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„Wir gehen davon aus, dass damit der komplette Fischbestand vernichtet wurde“, sagt Heinke Mulsow, zuständige Sachbearbeiterin im Großhansdorfer Rathaus. „Von großen Hechten bis zu kleinen Rotfedern war alles dabei.“ Bereits im Sommer wies die Gemeinde auf Blaualgen im Wasser hin und stellte Warnschilder auf. Denn das kontaminierte Wasser birgt vor allem für Vierbeiner eine große Gefahr. „Hundebesitzer sollten ihre Tiere noch nicht einmal in dem Teich baden lassen“, sagt Mulsow. „Wenn sie ihr Fell ablecken, können sie sich bereits vergiften.“

Normalerweise ist ein vermehrter Blaualgenbefall in den Sommermonaten bekannt. Der Zeitpunkt im Oktober sei zunächst überraschend gewesen, sagt Mulsow, doch letztendlich gebe es dafür eine Erklärung. Wenn im Herbst die Blaualgen absterben, führt die Zersetzung der so genannten Cyanobakterien zu einer Sauerstoffzehrung im Wasser. Während die Fische sonst noch in den tiefen Bereichen des Teichs Sauerstoff finden, kann sich die Sättigung in dieser Zeit bereits innerhalb weniger Stunden zum Negativen ändern. „Eingreifen können wir in diesem Fall nicht, da das Gewässer zu groß ist“, sagt die Expertin. „Für die Menschen ist das oft unverständlich, aber so läuft die Natur.“

Verstärkt worden sei dieser Effekt von dem derzeit niedrigen Wasserstand. Die geringen Niederschläge der vergangenen eineinhalb Jahre seien nach wie vor deutlich sichtbar. „Wir liegen derzeit zwei Meter unter Normal“, sagt Heinke Mulsow. „Wir bräuchten zwei Monate Dauerregen, um die Gewässer wieder aufzufüllen.“

Wasserproben sollen noch ausgewertet werden, von einer Fremdeinwirkung geht Mulsow jedoch nicht aus. „Der Obere Manhagener Teich ist noch völlig intakt. Hier sind keinerlei Schäden sichtbar.“

Text: Melissa Jahn
Foto: pixabay

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