Gero Storjohann vor dem Reichstag (Foto: Inga Haar)

Zur Bundestagswahl hat jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen. Die Erststimme entscheidet über den Wahlkreisabgeordneten, die Zweitstimme über die Partei. Die Parteien werben mit den Programmen und Spitzenpersonen in Berlin für sich. Vor Ort bei uns werden aber vor allem die Wahlkreisabgeordneten wirken und die Interessen der Bürger/innen nach Berlin mitnehmen und dort vertreten.

Wir haben die Kandidaten der heute im Bundestag vertreten Parteien für die Wahlkreise in unserer Region um ein Interview gebeten, mit dem sie sich als Person und mit ihren individuellen Ansichten und inhaltlichen Schwerpunkten vorstellen.

Gero Storjohann kandidiert erneut zur Wiederwahl für die CDU im Wahlkreis 8 (Segeberg – Stormarn-Mitte) zu dem Ammersbek, Bad Oldesloe, Bargteheide und Tangstedt sowie die Ämter Bad Oldesloe-Land und Bargteheide-Land gehören.

Fünf Fragen an Gero Storjohann (CDU)

1. Bitte stellen Sie sich als Person kurz vor

Ich bin 1958 geboren und seit 2002 Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte. Ich bin in Seth im Kreis Segeberg aufgewachsen und lebe dort nach wie vor mit meiner Frau Maren. Unsere drei Söhne sind befinden sich noch im Studium. Nach einer Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel habe ich Volks- und Betriebswirtschaftslehre studiert. Danach habe ich im Controlling bei der Deutschen Post gearbeitet, bevor ich von 1994 bis 2002 Landtagsabgeordneter war.

2. Wie sind Sie zum Engagement in der Politik gekommen und warum kandidieren Sie für den Bundestag?

Meine politische Arbeit habe ich von der Pike auf gelernt. Viele Jahre war ich ehrenamtlich in der Kommunalpolitik tätig. Ich komme aus einer politisch engagierten Familie. Wir wollten damals in unserer Gemeinde etwas bewirken, Veränderungen herbeiführen.

Heute kandidiere ich ein weiteres Mal für den Bundestag, um meine Arbeit für den Wahlkreis auf bundespolitischer Ebene fortsetzen zu können. Dazu gehört z. B. der Weiterbau der A20, aber auch ausreichender Lärmschutz an der Bahnstrecke Hamburg – Lübeck.

3. Ihr Bezug zur Region Ahrensburg

Ich setze mich für einen Radweg am Schienenstrang zwischen Delingsdorf und Ahrensburg-Gartenstadt ein.

4. Wie haben Sie die Corona-Pandemie erlebt und welche Lehren ziehen Sie für die Politik?

Die Hochphasen der Pandemie habe ich – wie wohl wir alle – als durchaus belastend erlebt. Der Mensch lebt eben von seinen sozialen Kontakten. Gleichzeitig war jedoch der Bundestag gefordert, die wirtschaftlichen Folgen abzufangen. Wir haben aber auch Schwachstellen unseres Staates vor Augen geführt bekommen, z. B. in der Katastrophen-Vorsorge oder der Digitalisierung. Auch unser föderales System, das viele Vorteile hat, bietet für gesamtstaatliche Bedrohungen wie eine Pandemie nur unzureichende Antworten.

5. Was wollen Sie im Falle Ihrer Wahl im Bundestag für die Region erreichen?

Als Verkehrspolitiker werde ich mich vor allem für die Verbesserung der Infrastruktur im Norden einsetzen. Hierbei liegt mir der weitere Ausbau sowohl der A 20 als auch der A 21 am Herzen. Schleswig-Holstein fungiert als Bindeglied zwischen Europa und Skandinavien. Ich setze mich für den Ausbau der Bahnstrecke Hamburg – Lübeck ein. Dieser muss mit modernstem Lärmschutz und mit einer behindertengerechten und fahrradfreundlichen Modernisierung der Bahnhöfe einhergehen.

Text: Redaktion, Foto: Inga Haar