Martin Turowski (Foto: privat)

Zur Bundestagswahl hat jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen. Die Erststimme entscheidet über den Wahlkreisabgeordneten, die Zweitstimme über die Partei. Die Parteien werben mit den Programmen und Spitzenpersonen in Berlin für sich. Vor Ort bei uns werden aber vor allem die Wahlkreisabgeordneten wirken und die Interessen der Bürger/innen nach Berlin mitnehmen und dort vertreten.

Wir haben die Kandidaten der heute im Bundestag vertreten Parteien für die Wahlkreise in unserer Region um ein Interview gebeten, mit dem sie sich als Person und mit ihren individuellen Ansichten und inhaltlichen Schwerpunkten vorstellen.

Martin Turowski kandidiert für die FDP im Wahlkreis 10 (Herzogtum Lauenburg – Stormarn-Süd) zu dem Ahrensburg, Barsbüttel, Glinde, Großhansdorf, Oststeinbek und Reinbek sowie die Ämter Siek und Trittau gehören.

Fünf Fragen an Martin Turowski (FDP)

1 Bitte stellen Sie sich als Person kurz vor

Martin Turowski (48) ist glücklich verheiratet und hat 3 Kinder. Er ist mit seinen Kinos in Ratzeburg und Mölln mittelständischer Unternehmer in unserer Region. Zudem ist Martin Turowski deutschlandweit als Unternehmensberater tätig. Hier hat er sich auf Führungskräfte -Entwicklung und psychischen Belastungen von Fachkräften spezialisiert. Martin Turowski engagiert sich in vielen Vereinen vor Ort ist dadurch den Bürgerinnen und Bürgern sehr bekannt. Deshalb wird er auch als Macher bezeichnet. Für ihn zählen die Taten und Ergebnisse und nicht wie so häufig erlebt die leeren Worte. Geboren ist er in Ratzeburg wo er auch mit seiner Familie lebt. Besucht hat er die Lauenburgische Gelehrenschule. Studiert hat er in Kiel.

2 Wie sind Sie zum Engagement in der Politik gekommen und warum kandidieren Sie für den Bundestag?

Zur FDP bin ich vor über 20 Jahren gekommen. Sehr schnell habe ich dann auch Verantwortung als Ratsherr in Ratzeburg und Kreistagsabgeordneter beim Kreis Herzogtum Lauenburg für die FDP übernommen. Mir hat die aktive politische Arbeit sehr viel Spaß bereitet.

Die FDP ist die einzige Partei, die sich für weniger Staat und eine gerechten Entwicklung aller Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von der Herkunft einsetzt. Aus diesem Grund bin ich ein überzeugter Liberalpolitiker.

3 Ihr Bezug zur Region Ahrensburg

Ahrensburg ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort in unserer Region. Mit positivem Neid schaue ich als Ratzeburger darauf.

4 Wie haben Sie die Corona-Pandemie erlebt und welche Lehren ziehen Sie für die Politik?

Als Kinobetreiber und Unternehmer habe ich durch die Corona-Pandemie hautnah erlebt, was ein Berufsverbot bedeutet. Zudem habe ich miterleben dürfen, wie schlecht organisiert und völlig überladen der Bürokratismus unser Land schädigt. Gut gemeinte Programme der Politik konnten nicht wie gewollt umgesetzt werden. Weiterhin zeigte sich für mich die mangelnde Digitalisierung als Flaschenhals für eine effektive Corona-Politik, die ich auf Bundesebene aber eh vermisst habe. Strategie, Entwicklung und Machen sind Grundsätze von Unternehmern; leider fehlte dieses bei der Corona-Politik auf Bundesebene. Genau das möchte ich ändern.

5 Was wollen Sie im Falle Ihrer Wahl im Bundestag für die Region erreichen?

Auf Bundesebene möchte gerne die Digitalisierung, den Abbau der Bürokratie und die Unterstützung von Unternehmensgründungen umsetzen. Für die Region bedeutet dieses weitere Ansiedlung von neuen Unternehmen und Start-Ups. Durch die Entbürokratisierung sollen Bauprojekte und andere Pläne schneller umgesetzt werden.

Text: Redaktion, Foto: privat