Logo der Polizei Hamburg (Foto: Ahrensburg-Portal)

Die Tage werden merklich kürzer, Ende des Monats werden die Uhren umgestellt und es wird früher dunkel: Die sogenannte dunkle Jahreszeit beginnt – und damit auch die Hochsaison der Einbrecherinnen und Einbrecher. Höchste Zeit also, sich intensiv Gedanken über ein möglichst einbruchsicheres Zuhause zu machen.

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Einbrüche in Wohnungen und Häuser sind für die Betroffenen oftmals ein sehr belastendes Erlebnis. Neben materiellen und ideellen Verlusten durch den Diebstahl sowie Sachschäden infolge eines Einbruchs bereiten insbesondere die Verletzung der Privatsphäre und das damit verloren gegangene Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden erhebliche Sorgen.

Erst gestern Abend versuchte ein 35-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, in ein Einfamilienhaus im Stadtteil Neugraben-Fischbek einzubrechen. Hierzu soll er versucht haben, ein im Erdgeschoss auf Kipp stehendes Fenster gewaltsam zu öffnen. Als der 52-jährige Bewohner darauf aufmerksam wurde, flüchtete der mutmaßliche Einbrecher vom Grundstück. Einsatzkräfte nahmen ihn gegen 23:45 Uhr am Bahnhof Neugraben vorläufig fest. Im weiteren Verlauf ergaben sich Hinweise darauf, dass der 35-Jährige im Laufe des Abends zudem versucht hatte, einen Pkw zu entwenden, sich unberechtigt auf einem weiteren Grundstück aufgehalten hatte und auch dort von Hausbewohnern bemerkt worden war. Daraufhin wurde er vom Kriminaldauerdienst (LKA 26) dem Untersuchungsgefängnis zugeführt.

So machen Sie es Täterinnen und Tätern schwer und tragen wirksam dazu bei, sich besser vor Einbrüchen zu schützen:

  • Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit -, schließen Sie Ihre Haustür unbedingt sorgfältig ab. Das bloße Zuziehen der Tür reicht nicht aus.
  • Verschließen Sie immer alle Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie bitte daran: Gekippte Fenster sind kein ernsthaftes Hindernis.
  • Verstecken Sie Ihren Ersatzschlüssel niemals draußen. Täterinnen und Täter haben oft ein gutes Auge und sind beim Auffinden solcher Verstecke leider sehr erfolgreich.
  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie möglichst umgehend den Schließzylinder des Türschlosses aus – erst recht, wenn der Schlüssel zusammen mit Hinweisen auf den Wohnort, etwa einem Ausweisdokument, gestohlen wurde.
  • Achten Sie auf auffällige Personen im Treppenhaus, in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück. Informieren Sie bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei über die Notrufnummer 110.
  • Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit, etwa in sozialen Netzwerken oder auf Ihrem Anrufbeantworter.
  • Unterlassen Sie gut gemeinte Hinweise an der Haus- oder Wohnungstür, etwa Klebezettel mit Aufschriften wie „Pakete für Müller bei Meier abgeben“ oder „Bin gleich wieder da“.

Auch das Landeskriminalamt Hamburg verzeichnet immer wieder Hinweise auf Fälle, in denen Einbrecherinnen und Einbrecher zur Vorbereitung ihrer Taten sogenannte Abwesenheitskontrollen an Eingangstüren anbringen, etwa Klebefäden oder Plastikschnipsel zwischen Türzarge und Türblatt. Diese fallen auf den ersten Blick oftmals nicht auf, geben den Täterinnen und Tätern aber Hinweise auf eine längerfristige Abwesenheit der Bewohnerinnen und Bewohner.

Wer solche verdächtigen Feststellungen macht, wird dringend gebeten, sich vorrangig beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Telefonnummer 040 4286-56789 zu melden. Hinweise nimmt aber auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Was macht den Unterschied zwischen einem sicheren und einem unsicheren Fenster? Wie sichere ich mein Haus bestmöglich vor einem Einbruch? Welche Empfehlungen hat die Polizei für mich?

Seit mehreren Jahren können sich Hamburgerinnen und Hamburger an ihr örtlich zuständiges Polizeikommissariat wenden. Die dort tätigen Stadtteilpolizistinnen und Stadtteilpolizisten geben Tipps zur einfachen mechanischen Absicherung von Fenstern und Türen. Bei weitergehenden oder komplexeren Fragestellungen, beispielsweise zu elektronischen Sicherungssystemen, vermitteln sie den Kontakt zum Landeskriminalamt.

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Landeskriminalamts bietet am Standort des Polizeikommissariats 14 in der Caffamacherreihe 4 in der Hamburger Innenstadt eine umfassende, produktneutrale, kompetente und kostenfreie Beratung rund um das Thema Einbruchschutz. Erreichbar ist die Beratungsstelle per E-Mail unter [email protected] oder zu den allgemeinen Bürozeiten unter der Rufnummer 040 4286-70777. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter https://www.polizei.hamburg/kriminalpolizeiliche-beratung-a-791800.

Weiterführende Informationen zu den bundesweit einheitlich geltenden polizeilichen Empfehlungsstandards, zu Herstellern geprüfter und zertifizierter Produkte zur technischen Absicherung sowie zu Adressen geeigneter Fachbetriebe zur Nachrüstung finden Sie auf der Seite www.k-einbruch.de.

Terminhinweis

Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ öffnet die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle am Sonntag, dem 25.10.2026, in der Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr ihre Türen. Nutzen Sie als Hamburger Bürgerin oder Bürger die Gelegenheit, sich ohne Voranmeldung kostenfrei zum Thema Einbruchschutz beraten zu lassen. Zudem informieren die Expertinnen und Experten der Kriminalprävention um 12:00 Uhr in einem etwa halbstündigen Vortrag über das Thema.

Text Polizei Hamburg (ots) / Redaktion

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