Auch wenn die kühle Witterung den Gedanken an Sommer noch nicht so recht aufkommen lassen wollen, startet in ganz Schleswig-Holstein bereits die Erdbeersaison.
Überall an den Straßenecken und auf Parkplätzen leuchten wieder die roten Häuschen entgegen, aus denen die roten, saftigen Früchte verkauft werden. Laut Landwirtschaftskammer startete die Vermarktung bereits eine Woche früher als in den vergangenen Jahren, was am milden Winter und den sonnigen Tagen im Februar liegt.
Zur Zeit reifen die Beeren jedoch noch unter dem Folientunnel. Doch schon Mitte Mai sollen im Kreis Stormarn wieder die Selbsterntefelder öffnen.
Bei guter Witterung – also wenn es richtig schön warm wird aber auch etwas Regen fällt – geht die Landwirtschaftskammer von einer Ernte bis zu 10.000 Tonnen Erdbeeren aus.
Nach zwei schlechten Ernten sieht auch Enno Glantz vom gleichnamigen Erdbeerhof in Delingsdorf dem aktuellen Erdbeerjahr entgegen.
„Gewonnen haben wir allerdings erst, wenn die Beeren gepflückt sind.“

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Erdbeerkönig Enno Glantz eröffnet die Erdbeer-Saison

Neue Sorten und Anbaumethoden führten zu einer langen Ernte. Statt lediglich vier bis sechs Wochen kann die rote Beere heute vier Monate lang geerntet werden. „Auf unsere Region wirkt sich das vor allem im September aus, wenn außer der Apfelkultur kein heimisches Obst erhältlich ist“, so Enno Glantz. „Diese Entwicklung ist gut, gleichzeitig aber auch eine Herausforderung.“
Da sich dieser Erfolg nur mit einer intakten Natur aufrechterhalten lasse, setzt der Erdbeerhof ab sofort vermehrt auf Naturschutz. Fünf Hektar Blühstreifen rund um die Felder in Delingsdorf sollen den Insekten Nahrung bieten und die Bestäubung der Beeren sicherstellen, da auch der Erdbeerhof den Insektenschwund der vergangen Jahre zu spüren bekommen habe.
„Wir müssen auf die neuen Probleme reagieren“, sagt Glantz. „Die Blumen sind zusätzlich ein toller Hingucker.“ Verstärkt wird der Insektenschutz durch ein neues System zur Bewirtschaftung der Felder. Statt von Stroh sollen die Pflanzen künftig von einem Gemisch aus Klee und Gras umgeben werden.

 

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