Um Kindern und Jugendlichen gesunde Ernährung wie frische Milch, Obst und Gemüse frühzeitig schmackhaft zu machen, nimmt Schleswig-Holstein seit Beginn des Schuljahres 2017/18 (September 2017) am neuen EU-Schulprogramm teil. Beim Besuch der Grundschule Holtenau in Kiel hat Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht sich selbst ein Bild über die praktische Umsetzung des Programms gemacht.

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„Ziel des neuen EU-Schulernährungsprogrammes ist es, die kostenlose Versorgung gerade junger Schülerinnen und Schüler mit vielfältigem und gesundem Obst und Gemüse zu ermöglichen“, sagte Minister Albrecht. Er zeigte sich daher erfreut, dass das Programm der Europäischen Union so gut angenommen werde. Derzeit nehmen 146 Schulen (Grundschulen und Förderzentren) in Schleswig-Holstein am Programm teil. „Das Interesse ist größer als die zur Verfügung stehenden EU-Mittel“, so Albrecht. In Schleswig-Holstein stehen insgesamt rund 1,1 Millionen Euro an EU-Mitteln für das Schuljahr 2018/19 für die kostenfreie Versorgung von Schülerinnen und Schülern an Grundschulen und Förderzentren mit Obst, Gemüse und Milch zur Verfügung. Für das kommende Schuljahr 2019/2020 startet heute das Bewerbungsverfahren, noch bis zum 30. April können sich interessierte Schulen bewerben. Die Bewerbungsunterlagen können im Internet unter www.schleswig-holstein.de/schulobst bezogen werden.

„Das Besondere an dem neuen EU-Programm ist, dass Kinder nicht nur Obst- und Gemüse erhalten, sondern gelichzeitig lernen, woher die Lebensmittel kommen, wer alles dazu beiträgt, dass sie bei uns auf dem Tisch landen und was man damit machen kann“, sagte Albrecht. „Hinzu kommt auch, dass es in Schleswig-Holstein Kinder gibt, die ohne Frühstück zur Schule kommen – und das ist ein Problem. Hier setzt das Programm ebenfalls an und verbindet soziale Aspekte mit Direktvermarktung, Bildung und Ernährung.“

„Alle 130 Schülerinnen und Schüler der Holtenauer Grundschule in Kiel können von dem neuen Programm profitieren“, sagte Schulleiterin Andrea Gemmer, „Kinder, Eltern und Kollegium sind mit Begeisterung dabei! Es ist aber auch organisatorisch eine große Herausforderung.“ Minister Albrecht ergänzt: „Ich freue mich zu sehen, mit wieviel Engagement und Begeisterung das EU-Schulprogramm hier an der Grundschule Holtenau umgesetzt wird.“

Die Teilnahme am Programm ist freiwillig. Bei der Umsetzung des Programmes werden die Schulen so weit wie möglich von Verwaltungsaufgaben befreit. Anträge für die Beihilfe werden ausschließlich durch Lieferanten wie beispielsweise Direktvermarkter, Händler und Caterer gestellt. Das Zulassungs- und Antragsverfahren für Lieferanten wird vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) als nachgeordnete Behörde des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) durchgeführt. Zur Begleitung und Unterstützung der Schulen wurde zudem eine Servicestelle bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Schleswig-Holstein eingerichtet.

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