Hagen Goldbeck, Präses der IHK zu Lübeck (Foto: Felix König)

Zum Koalitionskrach in der schleswig-holsteinischen Landesregierung zur A 20 und der morgigen Aussprache im Landtag äußert sich Hagen Goldbeck, Präsident der IHK Schleswig-Holstein:

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„Welche Verlässlichkeit hat ein Koalitionsvertrag, wenn sich die Unterzeichner schon ein halbes Jahr später nicht mehr daran erinnern wollen? Die Koalitionäre in Schleswig-Holstein haben sich für die A 20 ausgesprochen. Daher fordern wir jetzt ein klares Bekenntnis und ein Ende des Koalitionskrachs. Bei einem Projekt von so herausragendem wirtschaftlichem Interesse ist keine Zeit für parteipolitische Spielchen – übrigens auch nicht in der Opposition. Wenn auch nur der Anfangsverdacht besteht, die A 20 könnte aus dem vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan fliegen, dann ist das politisch nie wieder einzufangen.

Wie Bundesverkehrsminister Volker Wissing will auch die Wirtschaft in den Infrastrukturdialog treten. Aber nicht über das „Ob“, sondern über das „Wie“. Dass die A 20 nicht mehr gebraucht werde, ist eine völlig haltlose These. Wir appellieren: Bestaunen Sie das Dilemma nicht aus Berlin. Sprechen Sie mit den Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort. Die A 20 fehlt – jeden Tag! Das bedeutet: keine Planungssicherheit, keine Zuverlässigkeit, keine Erschließung neuer Märkte und Arbeitskräftepotenziale und auch keine zukunftsfähige Entwicklung unseres Wirtschaftsstandorts.”

Text: IHK SH / Redaktion

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