Kinderschutzbund startet Ausbildung für neue Telefonberater im Januar 2023

Eltern kennen solche Situationen: wenn das Baby schreit und sich nicht beruhigen lässt, wenn das Kind trotzt oder der Jugendliche nicht zugänglich ist. Dann sind Eltern oft hilflos und haben schnell das Gefühl zu versagen.

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Zum Glück gibt es das bundesweite Elterntelefon, bei dem sich Mütter und Väter in schwierigen Lebenssituationen Rat und Unterstützung holen können – anonym und kostenlos. Auch Menschen, die sich Sorgen um ein Kind machen, sind hier richtig. Gerade in der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig dieses Angebot ist, die Zahl der Anfragen war deutlich gestiegen.

Auch für Kinder und Jugendliche gibt es seit vielen Jahren das kostenlose Kinder- und Jugendtelefon. Hier können Kinder und Jugendliche ihre großen und kleinen Sorgen aus- und besprechen. Bundesweit rufen täglich tausende Kinder und Jugendliche an. Zusammen mit der Beraterin oder dem Berater wird versucht, einen ersten Schritt in Richtung Lösung zu gehen.

Und wer sind die Menschen am anderen Ende der Leitung? Es sind ehrenamtlich Engagierte, die zuhören können und ein offenes Ohr für die Nöte der Eltern, Kinder und Jugendlichen haben. Alle haben eine intensive Schulung am Telefon erhalten und können Anruferinnen und Anrufer darin unterstützen, ihre Anliegen zu reflektieren und schwierige Situationen zu bewältigen. „Wenn ich nach meinem Telefondienst nach Hause gehe, ist es ein gutes Gefühl, anderen Menschen geholfen zu haben,“ erzählt ein Ehrenamtlicher des Elterntelefons. „Die meisten Menschen schätzen sehr, dass ihnen jemand zuhört und ihr Problem ernst nimmt.“

Start der neuen Ausbildung im Januar 2023

Damit an beiden Telefonen weiterhin eine gute Beratung gewährleistet werden kann, sucht der Kinderschutzbund für 2023 Ehrenamtliche, die sich engagieren möchten.

Um diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen zu können, ist eine gute Vorbereitung wichtig. In einer ca. 70-stündigen Schulung werden die zukünftigen Mitarbeitenden intensiv auf diese Beratungstätigkeit vorbereitet. Themen sind u.a. die Reflektion persönlicher Einstellungen, förderndes Gesprächs- und Beratungsverhalten sowie Unterstützungsangebote vor Ort. Ziel ist die Bildung einer professionellen Haltung. Insbesondere die Selbstreflexion nehmen viele Ehrenamtliche als Bereicherung wahr, die sich auch auf das eigene Privatleben auswirkt.

Diese umfangreiche Ausbildung bietet der Kinderschutzbund kostenlos an. Die Zeiteinteilung für die Arbeit an den Telefonen ist flexibel, der zeitliche Aufwand beträgt zwei Stunden pro Woche. Ergänzend zu den Beratungsstunden finden regelmäßig Supervisionen statt. Alle Ehrenamtlichen des Kinderschutzbundes können außerdem interne Fortbildungen zu verschiedenen Fachthemen besuchen.

Wer Interesse an diesem Engagement hat, kann im Kinderhaus Blauer Elefant Bargteheide unter der Telefonnummer 04532 – 5170 ein persönliches Gespräch mit den Ausbilderinnen Ulrike Glies und Andrea Müller-Ahrens vereinbaren. Per E-Mail sind sie erreichbar unter [email protected] und [email protected]

Text, Foto: Kinderschutzbund / Redaktion

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