Um Hilfsangebote an Familien weitergeben und Bedarfe frühzeitig erkennen zu können, wurde im Kreis Stormarn das Netzwerk Frühe Hilfen eingerichtet. Neben Hebammen und Schreiambulanzen sind auch Kinderärzte und das Gesundheitsamt beteiligt.

„Entwicklungsrisiken für kleine Kinder schlagen sich oft erst später in ihrer Entwicklung nieder“, sagt Ludger Sträter, Netzwerkkoordinator. „Eine frühzeitige Hilfe ist zudem der beste Schutz vor Vernachlässigung. Eltern mit Kindern bis 3 Jahren stehen bei dem Projekt im Mittelpunkt. Mit Netzwerken in Nordstormarn, Stormarn Mitte und jetzt auch Südstormarn kann die Angebotslandschaft ab sofort im ganzen Kreis besser koordiniert werden.

„Generell sind wir in Stormarn gut aufgestellt“, sagt Sträter. „Doch gerade bei Krisen haben Eltern einen eingeschränkten Blickwinkel und keine Ressourcen, um selbst auf die Suche zu gehen. Um die Angebote bedarfsgerecht zu vermitteln braucht es ein gut funktionierendes System.“

Ludger Sträter, Netzwerkkoordinator

Ob Schwangeren- und Konfliktberatung, Familienhebammen oder auch die Schreiambulanz –  es gibt in Stormarn viele Möglichkeiten, um Familien zu stärken. Einzig bei den Hebammen kommt es derzeit zu längeren Wartezeiten. Aufgrund von hohen Versicherungskosten, die privat getragen werden müssen, sei das Personal knapp. Die Hebammenpraxis in Ahrensburg muss sogar ganz schließen.

Auch in solchen Fällen sei ein Netzwerk unabdingbar, sagt Sträter. „An dieser Stelle brauchen wir dringend Menschen, die einspringen, sowie Fördermittel von Kreis und Land.“

Das Netzwerk Frühe Hilfen formiert sich im Kreis Stormarn

Weitere Informationsmöglichkeiten: www.kreis-stormarn.de/kreis/fachbereiche/jugend-schule-und-kultur/soziale-dienste/fruehe-hilfen/index.html

Fotos: pixabay und Melissa Jahn (mej)
Text: Melissa Jahn