Mitteilung der Polizei am 05.08.2025: Intensive Ermittlungsarbeit zahlt sich aus
Die Ermittlungen der Kriminalinspektion Bad Oldesloe ergaben, dass ein 53-jähriger serbischer Tatverdächtiger, welcher auch der Schließfachinhaber war, kurze Zeit nach der Tat über Ungarn nach Serbien ausreiste.
Die Ermittlungen wurden nun parallel in verschiedene Richtungen vorangetrieben. Neben umfangreicher Ermittlungen in Deutschland, wurden auch die serbischen Behörden mit einbezogen. Zudem führten die Ermittler im Oktober 2024 Durchsuchungen bei mehreren Personen durch, die der Hehlerei der Beute verdächtig waren und fanden tatsächlich einen Teil des Raubguts. Auch hier war die internationale Zusammenarbeit der Polizeibehörden erforderlich. Im Juli 2025 durchsuchten die Ermittler erneut: Dieses Mal bei einer Tatverdächtigen in Luzern (Schweiz).
Den Durchbruch bei der Ermittlung der zwei bis dahin weiterhin unbekannten Tatverdächtigen, die sich zur Tatausführung gemeinsam mit dem 53-jährigen Serben in der Schließfachanlage aufgehalten haben sollen, erbrachte die akribische Spurensicherung der Kriminalpolizei Reinbek. Hierdurch wurde einer der beiden, ein 32-jähriger Serbe aus Hamburg, identifiziert und im Dezember 2024 in Hamburg festgenommen. Im Rahmen dieser Maßnahmen wurden auch weitere Teile des Raubgutes aufgefunden, jedoch blieb der Großteil der Beute weiterhin verschwunden. Der im Dezember verhaftete 32-Jährige wurde im Juni 2025 durch das Landgericht Lübeck zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig. Ausgehend von diesem Erfolg gelang es der Kriminalpolizei auch, einen 37-jährigen Serben zu ermitteln, der direkt an der Tat beteiligt gewesen sein soll.
Einen großen Erfolg erbrachte die internationale Zusammenarbeit der Polizeibehörden im März 2025, als bei einer Durchsuchung bei dem 53-jährigen Tatverdächtigen in Serbien neben einer scharfen Schusswaffe ein großer Teil des möglichen Raubguts in Form von über 960 Gold- und Silbermünzen, sowie Schmuck, Uhren, und Bargeld aufgefunden wurde. Bei vielen der beschlagnahmten Wertgegenstände besteht der Verdacht, dass sie aus dem Raub in Reinbek stammen. Im Rahmen der internationalen Rechtshilfe wurden diese Gegenstände nun in die Bundesrepublik Deutschland zurückgeführt, um die Rückgabe an die Eigentümer zu ermöglichen. Darüber hinaus sind nicht der Tat zuzuordnende Wertgegenstände vorläufig gesichert worden mit dem Ziel der endgültigen Einziehung, da aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts Lübeck die Täter für den entstandenen Schaden mit ihrem Vermögen haften.
Die Sicherstellung eines großen Teils des Raubguts in Serbien und dessen Rückführung nach Deutschland war für die Beamten der Kriminalinspektion Bad Oldesloe ein Höhepunkt des mittlerweile fast ein Jahr andauernden Ermittlungsverfahrens. Die Ermittlungen laufen weiter.
Mitteilung der Polizei am 12.09.2025
Gestern Vormittag (12. September 2024) kam es in der Straße „Am Ladenzentrum“ in Reinbek zu einem räuberischen Diebstahl.
Gegen 09:15 Uhr betrat ein 52- jähriger Kunde gemeinsam mit einer weiteren männlichen Person eine Schließfachanlage. Er konnte sich identifizieren und ging mit der Angestellten in den Keller zu den Schließfächern. Sein Begleiter wartete in den Geschäftsräumen. Nachdem die Angestellte und der Kunde das Schließfach geöffnet hatten, kam der Begleiter ebenfalls in den Keller. Er nahm der Angestellten den Schlüssel ab und fesselte sie. Anschließend holte er eine weitere männliche Person und gemeinsam brachen die drei Männer mehrere Schließfächer gewaltsam auf. Danach flüchteten sie in unbekannte Richtung und ließen die Frau gefesselt zurück. Zwei Passanten hörte einige Zeit später Hilferufe. Sie fanden die gefesselte Angestellte, befreiten sie und alarmierte die Polizei. Zum Diebesgut und zur Schadenshöhe können derzeit keine Angaben gemacht werden. Die Polizei fahndet nach den Tätern. Diese können wie folgt beschrieben werden:
Tatverdächtiger 1: ca. 1,60m groß, dick, trug ein Polo- Shirt und eine blaue Jeans, graue Haar zum Zopf gebunden, Drei Tage-Bart
Tatverdächtiger 2: ca. 1,85m groß, dunkle Haare, sportliche, schlanke Figur, trug ein dunkles T-Shirt und graue Jeans
Tatverdächtiger 3: dunkle Haare, dunkelblaue Kleidung mit Jacke, auffälliges rundes orangefarbendes Emblem am Hosenbein, Drei Tage-Bart
Die Polizei sucht Zeugen.
Wer hat die Täter beobachtet oder kann Hinweise auf ihren Aufenthaltsort geben? Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Reinbek unter der Telefonnummer: 040/727707-0 oder per E- Mail [email protected] entgegen.
Text: Polizeidirektion Ratzeburg (ots) / Redaktion
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