Deniz Altin, Britta Goldmann, Bruno Reißmann (Foto: Krankenhaus, Andrea Schulz-Colberg)

Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift hat sein herzmedizinisches Angebot um ein innovatives Behandlungsverfahren erweitert: Die Pulsed Field Ablation (PFA) steht seit Juni für Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern in Reinbek zur Verfügung.

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Das neue Verfahren ist schonender für das umliegende Herzgewebe als bislang eingesetzte Methoden und ergänzt das bereits bewährte Ablationsprogramm der Klinik für Kardiologie, in dem jährlich etwa 250 solcher Eingriffe durchgeführt werden.

Unbehandeltes Vorhofflimmern erhöht das Risiko für Schlaganfälle und Herzschwäche

Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung: In Deutschland sind schätzungsweise mehr als zwei Millionen Menschen betroffen. Kardiologie-Chefärztin Dr. Britta Goldmann erklärt: „Das Herz schlägt dabei unregelmäßig und oft zu schnell – die Vorhöfe flimmern, anstatt sich geordnet zusammenzuziehen. Das beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen erheblich, sondern erhöht auch das Risiko für Schlaganfälle und Herzschwäche.“

Verödung mit elektrischen Impulsen ist schonender als mit Hitze oder Kälte

Ziel einer Ablationsbehandlung ist es, die krankhaften Herzmuskelzellen, die das Vorhofflimmern auslösen, gezielt auszuschalten. Über einen dünnen Schlauch (Katheter), der über die Leistenvene bis zum Herzen geführt wird, wird das betroffene Gewebe behandelt – die sogenannte Pulmonalvenenisolation. Bisherige Verfahren nutzten dafür entweder Hitze (Radiofrequenzstrom) oder Kälte (Kryoablation), um das Gewebe zu veröden. Die Pulsed Field Ablation arbeitet stattdessen mit kurzen, präzise dosierten elektrischen Impulsen – ohne Wärme oder Kälte. Diese Impulse wirken gezielt auf die Herzmuskelzellen, die das Flimmern erzeugen, und schalten sie aus.

Neues Verfahren ist präziser und schonender für Patientinnen und Patienten

Oberärztin Dr. Deniz Altin leitet die Elektrophysiologie im St. Adolf-Stift und erklärt: „Die Pulsed Field Ablation ist ein echter Fortschritt für unsere Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern. Das Verfahren ist präziser und schont das umliegende Gewebe besser als die bisherigen Methoden.“

Text Krankenhaus / Redaktion

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