Kurz nach der Sommerpause nehmen Politik und Rathaus in Ahrensburg wieder Fahrt auf. Viele Projekte stehen an, die in den Ausschüssen verhandelt werden müssen. Als Vorsitzender der Stadtvertretung ist Bürgervorsteher Roland Wilde bei allen Prozessen in der vordersten Reihe dabei

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„Ich bin in meine Tätigkeit eher hineingerutscht, als mein Vorgänger plötzlich verstorben ist“, sagt Roland Wilde. „Als vorheriger Stellvertreter war mir der Arbeitsaufwand jedoch absolut bewusst.“ Drei Tage die Woche sei der 70-Jährige im Schnitt im Rathaus unterwegs, habe für die Nöte und Sorgen der Bürger immer ein offenes Ohr. Es sei unabdingbar für diese Tätigkeit, Menschen zu mögen, da sonst die Zusammenarbeit nicht funktioniere. „Ich habe das Glück unterschiedliche Charaktere und Perspektiven kennenzulernen“, sagt Wilde. „Dadurch lerne ich jeden Tag etwas Neues.“ Er wolle für Ahrensburg etwas bewegen, für eine Stadt, die stetig wachse, die Verantwortung übernehmen. Dabei gehe es nicht nur darum, eine Sache richtig zu machen, sondern vor allem darum, die richtigen Dinge anzustoßen. „Eine wichtige Aufgabe von mir ist es, mit den Leuten zu reden und dabei den richtigen Ton zu finden“, so Wilde. „Viele tragen mir ihre Sorgen und Nöte vor. Damit muss man angemessen umgehen können.“

Generell sei die Zusammenarbeit im Rathaus gut und harmonisch. Wilde kenne seine Kompetenzen genau, wisse auch, dass er sich in laufende Prozesse der Verwaltung nicht einmischen dürfe – auch wenn etwas dadurch länger brauche. Er sei generell niemand, der etwas mit Brachialgewalt umsetzen wolle, überzeuge lieber mit Worten, um möglichst viele Leute auf dem Weg mitzunehmen.

Ein wichtiges Projekt sei unter anderem das Stadtmarketing – und zwar mit all seinen Facetten

Es sei ein großes Arbeitsfeld zu dem nicht nur ein Konzept gehöre, sondern auch ausreichend Parkplätze und eine funktionierende Kinderbetreuung. Trotz vorhergehender Abspracheprobleme sei sich Wilde sicher, dass ein Stadtmarketing kommen werde. Einfach, weil Marketing für eine Stadt wie Ahrensburg unabdingbar sei. „Es ziehen alle mit. Jetzt geht es nur noch darum, die Facetten auszudiskutieren“, sagt Roland Wilde. „Wichtig ist dabei, die Kaufleute mit ins Boot zu holen. Das Stadtforum leistet eine hervorragende Arbeit. Sie sind der Motor für unsere Stadt.“

In den kommenden Monaten gehe es zudem um das Rahmenprogramm des Rathausausbaus

Der Hauptausschuss habe Fragen gestellt, die zunächst beantwortet werden müssen, so Wilde. Ihm persönlich sei der Bau eines Sitzungssaales ein wichtiges Anliegen. Der Sitzungsplan für das Jahr 2021 sei gerade herausgegeben worden, die Terminkoordination wegen der begrenzten Raumsituation sehr arbeitsaufwändig. „Ich wollte den Saal zunächst in den alten Speicher verlegen“, sagt Wilde. „Da das abgelehnt wurde, ist ein Neubau mein großer Herzenswunsch.“

Die Weiterentwicklung der Sportanlagen sollen in den kommenden Monaten mit den Sportvereinen abgeklärt werden. Die Parkplatzproblematik rund um den Stormarnplatz im Zuge der Sanierung geklärt werden.

Da für Großprojekte wie Stadtmarketing oder Rathaussanierung vor allem der finanzielle Aspekt stimmen müsse, sei der Jahresabschluss besonders wichtig. Zurzeit ständen noch keine konkreten Zahlen fest. Der erste Eindruck sei jedoch positiv. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu viele Projekte anfangen“, sagt Wilde. „In nächster Zeit können wir keine neuen Aufgaben verkraften.“

Wie lange Wilde noch im Rathaus bleibe, wisse er noch nicht

Noch habe er vier Jahre im Amt. Klar sei nur, dass es in Ahrensburg aufstrebende Stadtverordnete gebe. „In letzter Konsequenz müssen darüber jedoch die Wähler entscheiden“, sagt Wilde. „Irgendwann sind die jungen Leute mit neuen Ideen dran.“

Text und Bild: Melissa Jahn (mej)

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