„Neurosige Zeiten“ stehen Großhansdorf bevor. Das Theater Hoisdorf feierte mit seinem neuen Stück bereits Premiere. Wer die Aufführung mit Lachgarantie verpasst hat, bekommt im Januar eine neue Chance.

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Seit April probt das 35-köpfige Team für die große Aufführung. Doch die Suche nach dem passenden Stück startet sogar noch früher. „Gleich nach dem Auftritt fängt ein Lesezirkel von bis zu zehn Personen an, die Rollenbücher zu lesen“, sagt Andreas Lüthje, der beim Theater Hoisdorf seit 14 Jahren die Regie übernimmt. „Sie tauschen sich aus, schreiben Rezessionen, bis am Ende das passende Stück feststeht.“ Vor allem lustig muss es sein, das erwarte das Publikum. Vor Jahren habe das Theater auch schon mal einen Krimi auf die Bühne gebracht. Einen vollen Theatersaal bringe jedoch eine Geschichte mit Lachgarantie.

Neurosige Zeiten – Theatergruppe Hoisdorf

Und so ein Stück ist „Neurosige Zeiten“ von Winnie Abel, aus deren Feder im Übrigen auch das Jubiläumsstück „Super-Gau im TV“ stammt (2018). Der Inhalt: Agnes Adolon, Spross der größten deutschen Hotel-Dynastie will ihrer Mutter ihren Aufenthalt in einer psychiatrischen Wohngruppe verheimlichen. Als diese ihren Besuch ankündigt, werden die Mitpatienten kurzerhand zu „normalen“ Mitbewohnern. Der zwangsneurotische Hans wird zum langjährigen Lebensgefährten, die Stalkerin Marianne zur Haushälterin, die manisch-depressive Künstlerin Desirée wird eine Freundin der Familie und der soziophobe Willi soll einen Hausmeister spielen. Während Agnes selbst ihre Sexsucht zu verbergen versucht, entlädt sich in der Wohngruppe ein Pulverfass – und im Publikum eine Lachsalve nach der Nächsten. Als dann auch noch die hysterische Tupperwaren-Verkäuferin hinzukommt und der egozentrische Schlagerstar Hardi Hammer wird klar, dass jeder von den Charakteren mit seinen großen und kleinen Macken zu kämpfen hat.

Neurosige Zeiten – Theatergruppe Hoisdorf

„Wir als Regisseure teilen die Rollen ein“, sagt Katja Hilkenbach, die in diesem Jahr zum ersten Mal die Co-Regie übernommen hat. „Das hat bis jetzt immer gut geklappt und letztendlich sind alle in ihre Rollen reingewachsen.“ So zum Beispiel Marta Baranowski, die als Dr. Dr. Ilse Schanz zum ersten Mal beim Theater dabei war. „Sie hat eine steile Entwicklung gemacht“, sagt Hilkenbach. „Souverän ist es, wenn man auch kleine Versprecher überspielen kann und trotzdem in der Rolle bleibt.“ Interessant ist auch die Rolle von Stefan Potenberg als menschenscheuer Willi, vor allem für Zuschauer, die den 28 Jahre alten Tischler noch von seiner vorherigen Rolle im Stück Super-Gau im TV kennen. „Während er dort einen arroganten Macho gemimt hat, verlangt die neue Rolle genau das Gegenteil von ihm an“, sagt Lüthje. „Unsere Aufgabe als Regisseure ist es, die Darsteller anzuleiten aber ihnen in ihrer Entfaltung auch genug Spielraum zu geben.“
Das Publikum im vollbesetzten Waldreitersaal zollte das Engagement mit großem Applaus.

Wer sich von der schauspielerischen Leistung überzeugen möchte, hat dafür noch mehrere Möglichkeiten:
Freitag, 24. Januar, Sonnabend 25. Januar, Freitag 31. Januar, Sonnabend 01. Februar, Freitag 6. März und Sonnabend 7. März
Waldreitersaal, Barkholt 64

Eintrittspreise: 12 Euro

Neurosige Zeiten – Theatergruppe Hoisdorf
Neurosige Zeiten – Theatergruppe Hoisdorf
Neurosige Zeiten – Theatergruppe Hoisdorf
Neurosige Zeiten – Theatergruppe Hoisdorf

Text und Fotos: Melissa Jahn (mej)

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