Wirtschaftsminister Bernd Buchholz zusammen mit Philipp Kroschke

Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, hat sich in erfolgreichen mittelständischen Unternehmen über den Stand der Digitalisierung in den Betrieben informiert, darunter in Ahrensburg die Firma Kroschke

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„Obwohl ich in Ahrensburg wohne, bin ich heute tatsächlich zum ersten Mal bei Kroschke“, sagt Bernd Buchholz. „Kontakt hatte ich zu dem Unternehmen bisher über meine Autoschilder, die auch bei meinem Dienstwagen von Kroschke stammen.“

Das Familienunternehmen wurde 1957 in Braunschweig als kleine Prägungsstelle im Keller gegründet. Geschäftsführer Philipp Kroschke: „Mein Großvater ist aus der DDR geflohen. Seither ist die Firma kontinuierlich gewachsen.“ Von den Anfängen über die Filialisierung von Vater Christoph Kroschke bis hin zu aktuell 430 Prägestandorten im ganzen Bundesgebiet, hat sich die Firma stetig entwickelt. Ein Marktanteil von 31 Prozent und eine Million Zulassungen sowie Stilllegungen pro Jahr sind die Bilanz.

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz zu Besuch bei der Kroschke Gruppe

„Wir haben hier in Ahrensburg ein spannendes Umfeld“, sagt Philipp Kroschke. „Viele Mitarbeiter wohnen direkt vor Ort, aber auch aus Hamburg und Lübeck pendeln einige zu uns nach Ahrensburg – mit den unterschiedlichsten Spezialisierungen.“

Damit der Betrieb auch in der Zukunft bestehen kann setzt Kroschke auf Digitalisierung. Während die elektronische Um- und Anmeldung von Fahrzeugen derzeit beworben wird, sieht die Realität noch ganz anders aus. Oft müssen die Daten von Kroschke aufgenommen, dann ausgedruckt und von den Behörden nochmals erfasst werden. Ein Prozess, den Estland längst optimiert habe, lasse in Deutschland noch auf sich warten. Bis der Datentransfer funktioniere, könnte es noch zehn Jahre dauern, sagt der zweite Geschäftsführer Felix Kroschke. „Unser Kerngeschäft ist in der Tat existenzbedroht. Damit es weitergehen kann, bringen wir unser deutsches Zulassungs-Know-how ins Ausland und treiben die Digitalisierung in unserem Unternehmen voran.“

Minister Buchholz warnte, dass es in naher Zukunft keine Schilder mehr gebe und die Autos sich selbst anmelden könnten. Doch auch hier fühlt sich die Firma gut aufgestellt, will in der Zukunft selbst in die Software investieren. „Wir werden uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, sondern ein Unternehmen aufstellen, welches schnell reagieren kann“, sagt Philipp Kroschke. „Es geht darum, die passende Nische zu entdecken und an den Themen der Zukunft zu bleiben.“

Text und Fotos: Melissa Jahn (mej)

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