Einen Betrieb so kennenlernen wie er wirklich ist: Das können die Schülerinnen und Schüler der Ahrensburger Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule bei den Ausbildungsschnuppertagen vom 25. Bis zum 26. Juni.
„Diese Veranstaltung ist sinnvoll, zweckmäßig und erfolgreich“, sagt Bürgermeister Michael Sarach. „Die Zahl der teilnehmenden Unternehmen hat sich deutlich erhöht. Das ist ein wichtiges Signal.“
Statt auf eine Messe zu gehen, könnten die jugendlichen beim Schnuppertag direkt erleben, was vor Ort los ist, welche Menschen dort arbeiten und wie ihr späterer Arbeitsplatz aussehen könnte. Es gehe nicht nur darum, den höchsten Abschluss zu erzielen, sondern darum, eine Perspektive für sich zu entdecken, Erfahrungen zu sammeln und sich zu interessieren.
„Damals musste ich mich selbst kümmern und schlau machen, wie es nach der Schule weitergehen soll“, so der Bürgermeister. „Hier können die Schüler unverbindlich in das wirkliche Leben reingucken.“
Der Tag sei entwickelt worden, um Schülern reale Begegnungen mit Unternehmen zu ermöglichen und diesen gleichzeitig einen direkten Kontakt zu potentiellen Auszubildenden zu vermitteln, sagt auch Bettina Skutta, Vorsitzende vom Schulelternbeirat. „Dies ist eine freiwillige Veranstaltung und keine schulische Vorgabe.“
Vorbereitet wird der Unternehmensaustausch mit den Schülern der Klasse 11a, Profil Wirtschaft/Politik. Ihre Aufgabe ist es, die Bewerbungsbögen auszuwerten und die interessierten Schüler gemäß ihren Wünschen auf die Unternehmen zu verteilen. Anschließend geht es um die abschließende Evaluation, die Bewertung der Schüler aber auch der Unternehmen. Workshops wie ein Training für Vorstellungsgespräche runden die Veranstaltung ab.
„Interessant ist, dass bei der späteren Ausbildungswahl nicht nur das Gehalt überzeugt, sondern ganz klar die Atmosphäre des Betriebs“, sagt Sigrid Mayer-Jendrek, Stufenleiterin. „Bis jetzt ist die Gemeinschaftsschule jedoch noch Pilotschule. Die hohe Vorbereitungszeit hat andere Schulen bisher abgeschreckt.“
Fachkräftemangel sei ein zentrales Thema, auch bei Stormarner Unternehmen. Um den Wirtschaftsstandort Ahrensburg zu entwickeln, benötige die Stadt solche Instrumente, sagt der Bürgermeister. „Aus diesem Grund beteiligt sich die Wirtschaftsförderung Ahrensburg an diesem Projekt. Auch kleine Betriebe können so mitmachen, die es sonst schwer haben, auf sich aufmerksam zu machen.“
Auch duale Studiengänge seien dabei.
„Dieses Angebot hilft, aufeinander zuzugehen“, ergänzt Manfred Bauszus, Regionalgeschäftsführer der Barmer Krankenversicherung. „Und wenn keiner kommt, ist das auch eine Aussage. Wir haben unsere Unterlagen noch einmal völlig neu überarbeitet.“

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