Sichergestellte Betäubungsmittel (Foto: Polizeidirektion Ratzeburg)

Vier Männer vorläufig festgenommen, zwei Haftbefehle

Umfangreiche Ermittlungen der Kriminalinspektion Bad Oldesloe führten am Samstag, 13.02.2021, in Barsbüttel zur Sicherstellung von mehr als 100 kg Marihuana, das aus Spanien eingeführt worden war, und zur vorläufigen Festnahme von vier Männern im Alter von 32, 47, 48 und 49 Jahren. Gegen zwei von Ihnen (32 und 47 Jahre) hat das Amtsgericht Lübeck am Sonntag, 14.02.2021, Untersuchungshaftbefehle erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

Der 32-jährige und der 47-jährige hatten aufgrund von Erkenntnissen aus anderen Ermittlungen bereits länger im Visier der Ermittler gestanden. Es bestand der Verdacht, dass beide den Erwerb einer größeren Menge Betäubungsmittel planten und diese auf ein Firmengelände in Barsbüttel liefern lassen wollten. Observationsmaßnahmen bestätigten die Ermittler am vergangenen Wochenende in dieser Annahme. Auf dem betreffenden Firmengelände fuhr ein LKW mit spanischen Kennzeichen vor. Als die Männer damit begannen, den LKW zu entladen, schlugen die Beamten zu. Es stellte sich heraus, dass der LKW über 100 kg Marihuana geladen hatte, das zum gewinnbringenden Weiterverkauf bestimmt war.

Anschließende Durchsuchungen der Räumlichkeiten auf dem Firmengelände sowie unter der Wohnanschrift des 32-jährigen führten darüber hinaus zum Auffinden weiterer Betäubungsmittel (Marihuana, Cannabis, Kokain, Amphetamin, Ecstasy und LSD). Darüber hinaus beschlagnahmten die Beamten über 40.000,00 EUR Bargeld und ein Fahrzeug Porsche Panamera zum Zwecke der Vermögensabschöpfung.

Gegen die 32 und 47 Jahre alten Männer hat das Amtsgericht Lübeck am 14.02.2021 Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und des Haftgrundes der Fluchtgefahr erlassen. Beide machen bislang von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Sie wurden in die Justizvollzugsanstalten Lübeck und Neumünster verbracht.

Der Fahrer des LKW (48 Jahre) und der 49-jährige, der bei den Entladungsarbeiten anwesend gewesen und ebenfalls vorläufig festgenommen worden war, wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mangels dringenden Tatverdachts wieder entlassen. Sie hatten nach eigenen Angaben keine Kenntnis davon, dass es sich bei der Ladung nicht – wie in den Frachtpapieren angegeben – um eine Kühlanlage, sondern um Betäubungsmittel handelte.

Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalinspektion Bad Oldesloe.

Text, Foto: Polizeidirektion Ratzeburg (ots) / Redaktion